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Was ist das? Zwischen März 2010 und Juni 2011 wird die Bevölkerung und Fachwelt eingeladen, sich die Projekte und Perspektiven der Regionale 2010 im Rahmen einer "Rheinischen Welt-Ausstellung" vor der eigenen Haustüre anzuschauen und auch die unbekannten Seiten ihrer vielfältigen Region im Rahmen eines speziellen Besuchs- und Reiseprogramms kennen zu lernen. 16 Monate lädt die Region ein sich selbst ein Bild von den facettenreichen Zukunftsperspektiven zu machen, das Geleistete zu erleben und aktiv in den Zukunftsdialog der Region einzutreten.
Weitere Informationen zur "Rheinischen Welt-Ausstellung" und den Veranstaltungen der Regionale-Projekte hier.
Rheinische Welt-Austellung im Wasserquintett Auch im Wasserquintett werden Veranstaltungen durchgeführt, die im Zeichen der Rheinischen Welt-Austellung stehen. Im Laufe des Jahres werden Sie hier über Veranstaltungen informiert. Termine 2010: "Wasserquintett Wanderausstellung" - Informationen zum aktuellen Ausstellungsort bekommen Sie hier 8. Mai: "ausflug zur xxl-badewanne" - eine Radtour im Rahmen der "Reisen in die Heimat" mit Start in Marienheide 30. Mai: Wanderung "Der Natur auf der Spur " 28. Mai - 12. Juni: "Wasserquintett Entdeckerwoche" 5. September: Sternwanderung zur Veranstaltung "unverdhünnt 2010" 11. September: "Licht und Klang an der Neye-Talsperre" (Wipperfürth) 9. Oktober: "Erlebnisraum Wasserquintett" - Wanderung im Rahmen der "Reisen in die Heimat" mit Start in Hückeswagen. Weitere Informationen hier.
Muskelschmalz und Schmalzbrot Radtour zur "XXL-Badewanne" Zugegeben, alle fünf Talsperren waren nicht das Ziel der dritten Regionale 2010-Radtour im Rahmen der „Rheinischen-Welt-Ausstellung“. Die Tour ging diesmal nur durch einen Teil des sog. Wasserquintetts entlang der Brucher- und der Lingese-Talsperre – aber auch hier waren alle Möglichkeiten moderner Gangschaltungen und Radbremsen gefragt. Eingepflegt in die Tour waren interessante Stationen im Bergischen Land, die kurze Streifzüge durch die Geschichte und Gegenwart rund um Marienheide ermöglichten. Einblicke in die wichtigen klerikalen Aspekte bergischen Lebens vermittelten die 1417 erbaute Wallfahrtskirche St. Maria Heimsuchung und – stellvertretend für alle ihrer Art – die Besichtigung der „Bonte Kerke“ in Müllenbach. Diese, im frühen Mittelalter erbauten kleinen Kirchen zeichnen sich durch Wand- und Deckenmalereien mit Motiven aus der Bibel aus – äußerst praktisch in einer Zeit, in der meist nur Adel und Klerus des Lesens mächtig waren. Nur ein kleines Beispiel bergischen Pragmatismus. Harry Boeseke, bergischer Autor, der die Radler anschließend nebenan im „Haus der Geschichten“ begrüßte, konnte hier noch einiges nachlegen. Unter dem Eindruck einer Reise rückwärts durch bergisches Alltagsleben im Haus selbst, erläuterte er in bekannt begeisternder Art prägnante Beispiele bergischen Lebens seit der frühesten Besiedlung bis in die jüngere Vergangenheit. Was heute kaum jemand weiß und selbst Einheimische kaum ahnen – das Bergische Land war in der Vergangenheit Kreuzungspunkt wichtiger transeuropäischer Handelsstrassen. Hansestädte wie Wipperfürth waren hier wie an einer Perlenkette aufgereit - Grauwacke und Erze trugen zusätzlich zu einem Bedeutungsaufschwung bei, der seinen Einfluss weit über die Grenzen des Raumes trug. Bei Schmalzbrot, Kaffee und Kuchen hätten die Tourenfahrer noch Stunden dem Autor lauschen können, hätte nicht die Besichtigung der inneren Strukturen der Lingese-Staumauer angestanden, um nochmal ein Gefühl für die landschaftsprägenden Talsperren im Bergischen zu bekommen. Damit diese in Zukunft noch besser vermittelt und touristisch verwertet werden können, wird in Kürze eine alte Bahntrasse als Radweg im Rahmen des Regionale 2010-Projektes „Wasserquintett“ alle fünf Talsperren des Wupperverbandes in diesem Raum zwischen Bergisch Born und Marienheide steigungsarm verbinden – und dann schafft man am Tag auch deutlich mehr als nur zwei Talsperren. Text: Regionale 2010 Agentur Bilder: Viviane Stölting und Markus Utzerath
Auf der Spur der Talsperren
- worin sich der Talsperrenreichtum in der Region begründet, war den ca. 60 Wanderern, die sich am Sonntagmorgen (30. Mai) in Marienheide am Bahnhof trafen (nicht wenige waren mit der Bahn angereist), sofort klar: Der Regen von oben füllt die Talsperren und prägt die Landschaft. Der Radiosender WDR 5 hatte in Kooperation mit der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU), der Biologischen Station Oberberg sowie dem Projekt Wasserquintett zu einer Wandertour durch das Projektgebiet des Wasserquintetts eingeladen. An der Neye-Talsperre wurden die Wanderer von Volker Barthel und Viviane Stölting begrüßt, die ihnen Aufgaben, Funktion und Inhalt des Regionale-Projekts Wasserquintett erläuterten. Volker Leipzig, Revierförster im Forst an der Neye-Talsperre, gab Erläuterungen zur Talsperre. Der Weg führte weiter zum Beverdamm, über die unlängst neu angelegte kurze Wegeverbindung. An der Bever führte der Talsperrenbetriebsmeister Helmut Selbach die Gruppe durch den Staudamm. Die Gruppe wanderte weiter in die Innenstadt von Wipperfürth – nicht ohne unterwegs auf der Bahntrasse Spalier zu stehen für die „Sternfahrer“, die auf dem Weg zur Eröffnung des Bahntrassenradwegs waren. In Wipperfürth wurde die Gruppe von Erich Kahl vom Heimat- und Geschichtsverein in Empfang genommen, der sich als Stadtführer betätigte. Den Abschluss bildete eine Führung von Harry Böseke durch das Pulvermuseum ihn Wipperfürth-Ohl.
Fotos: © Frank Herhaus
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