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Drei auf einen Streich

Am 13. Juni 2011 gibt es gleich drei Highlights im Wasserquintett, die sich wunderbar per Fahrrad miteinander verbinden lassen:

10.00 Uhr: Freigabe des 2. Bauabschnitts des Bahntrassenweges zwischen Marienheide und Wipperfürth.

10.45 Uhr: Einweihung des Wupperbalkons Leiersmühle in Wipperfürth.

11.30 Uhr: Spatenstich für die Basisstation Wasserquinttett in den Ohler Wiesen in Wipperfürth.

 

Der Wasserquintett Bahntrassenweg von Marienheide über Wipperfürth und Hückeswagen bis Remscheid-Lennep ist das Leitprojekt des Wasserquintetts im Rahmen der Regionale 2010 und außerdem Bestandteil des Landesprogramms "Alleenradwege auf stillgelegten Bahntrassen NRW". Die Offizielle Freigabe des zweiten Bauabschnitts erfolgt am 13. Juni um 10 Uhr in Wipperfürth-Ohl, Am Steinbruch. Parkplätze sind nur sehr begrenzt vorhanden; es gibt daher zwei gemeinsame Fahrradfahrten zum Treffpunkt:

Marienheide: 9.30 Uhr ab Bahnhof

Wipperfürth: 9.30 Uhr ab Parkplatz Ohler Wiesen

 

Der Wupperbalkon mit Vogelbeobachtungsstation ermöglicht einen einzigartigen Blick in das Naturschutzgebiet Leiersmühle. In direkter Nachbarschaft zur Bahntrasse bietet sich dieser interessante Abstecher an. Die Einweihung erfolgt am 13. Juni um 10.45. Zugang von der Bahntrasse aus oder über den Parkplatz des Finanzamts.

 

Die Basisstation Wasserquintett wird in den Ohler-Wiesen liegen und somit Radfahrern, Wanderern und Besuchern der Bahntrasse als zentrale Anlaufstelle und Ausgangspunkt für Unternehmungen dienen. Sie ermöglicht außerdem einen Überblick über die hochwertige Wupperaue. Der Spatenstich erfolgt am 13. Juni um 11.30 Uhr, Treffpunkt sind die Ohler Wiesen.

 

 

"Reise in die Heimat" am 8. Mai 2011

Bei strahlendem Frühsommerwetter mit Temperaturen um 25° fanden sich etwa 50 Mitradler am Bahnhofsvorplatz in Marienheide ein, um Antworten und Informationen zu den Vorhaben in der Region als auch über die Geschichte des Bergischen Landes zu bekommen.

 

Einige der Teilnehmer hatten die Anreise bereits von Gummersbach aus mit dem Rad antreten müssen, da der Streckenabschnitt der Bahn bis Marienheide noch immer unterbrochen ist. Doch ein starker Südwind trug die unerschrockenen Kraxler flugs über die Höhe bei Windhagen.

 

Die ersten Eindrücke nach Verlassen der Bundesstraße hinter Marienheide war der frisch aufgetragene Asphaltbelag des Bahntrassenradweges. Im Rahmen des Projektes „Wasserquintett“ wurde und wird die ehemalige Bahnstrecke sukzessive bis nach Remscheid zum Freizeitweg um und -ausgebaut. So lässt sich über die künftige Bergische Panoramaroute das Bergische Land demnächst auch für weniger geübte Radler, aber auch für Skater bequem und sicher erschließen.

 

Welche Bedeutung der Bahnlinie, aber auch das Wasser – der Name „Wasserquintett“ hängt mit der Nennung der fünf nebeneinander liegenden Talsperren zusammen – zufällt, erläuterte uns der Bergische „Heimathirsch“ Harry Böseke. Das Bergische Land war schon industrialisiert, lange bevor im Ruhrgebiet die ersten Hochöfen glühten. So konnte mit Hilfe der Wasserkraft und dem Vorkommen der Faulbäume mit Hilfe zahlreicher Pochen und Stampfwerke das zu seiner Zeit weltweit hoch gehandelte Schwarzpulver (u.a. das Jagdpulver „Diana“) im großen Stil hergestellt und weltweit vertrieben werden. Nicht ohne Grund sprach man damals vom „Königreich Buchholz“, dem zusammen mit seinem Teilhaber Cramer etwa 30 Pulvermühlen mitsamt Ländereien gehörten.

 

Nebenbei erfuhren die Teilnehmer etwas über die dortige Lebensweise der „Pulverer“. So mussten bei der Arbeit Schutzmaßnahmen getroffen werden, vom Tragen der Pulverschuhe über eine spezielle Mütze  bis hin zum Gebrauch einer Elfenbeinkugel, um sich elektrostatisch zu entladen.

 

Die Bedeutung Wipperfürths als mittelalterliche Hansestadt ergab sich aus der Zahl der früheren Handelswege. So wurde das Pulver über mehrere Monate bis zur Oststeeküste nach Lübeck transportiert. Am Beispiel der Ohler Wiesen zeigte der Geschäftsführer der Regionale 2010 zusammen mit dem Bürgermeister von Wipperfürth und den dortigen Mitarbeitern die Vorhaben entlang des Bahntrassenradweges auf. So soll es in 2012 einen Pavillon mit Blick auf die Altstadt als auch auf den Bereich der Wupper geben.

 

Nach einer längeren Mittagspause ging es weiter zum Segelflugplatz bei Neye, hier war sowohl auf dem Flugplatz als auch am Bahnweg viel los. Viviane Stölting (Stadt Wipperfürth) erläuterte die zunehmende Bedeutung und Entwicklungsmöglichkeiten dieses Standortes unter den Aspekten des regionalen Tourismus und des lokalen Interesses der Region an den Aktivitäten am Flugplatz. So kann man sich von hier aus – gute Sicht und nicht allzu starke Winde vorausgesetzt – mit Ballons in die Lüfte tragen lassen.

 

Den vorläufigen Abschluss der Strecke bildet Hückeswagen; ab hier ist der weitere Verlauf der Fortsetzung des Bahntrassenradwege bis nach Remscheid-Lennep bzw. ab Bergisch Born über Wermelskirchen und Burscheid bis Opladen in Planung / in Umsetzung. Die anwesenden Vertreter des neu gegründeten Fördervereins Balkantrasse e.V. in Leverkusen zeigten sich von den Fortschritten im Oberbergischen Teil beeindruckt und hoffen nun auf Rückenwind aus der Politik und Verwaltung, um den Bahntrassenweg auf gesamter Länge bis zur neuen Bahnstadt Opladen realisieren zu können.

 

Unmittelbar an der Wupperniederung führte der Planungsamtsleiter der Stadt Hückeswagen, Andreas Schröder, aus, wie man sich in der früheren Tuchmacherstadt die Entwicklung der Uferbereiche als auch die Anbindung vom Ufer zur Altstadt hin vorstellt.

 

Nach diesen zahlreichen Eindrücken auf und entlang der ehemaligen Bahnstrecke ging es – nun deutlich dezimiert – zurück zum Ausgangsort Marienheide. Hier hatten die Teilnehmer nun mit Gegenwind und einigen kleineren Anstiegen zu kämpfen, bevor man in Marienheide auseinanderging.

 

Die Resonanz der Teilnehmer zur Radtour fiel insgesamt sehr positiv aus, vor allem die etwas weiter Angereisten waren überrascht, den Oberbergischen Kreis entspannt und ohne Anstiege vom Fahrrad aus erleben zu können.

 

Viele weitere Tipps und Termine finden Sie auf www.rheinische-welt-ausstellung.de

 

Diese Radtour können Sie auch selbst „erfahren“ mit dem Buch „Reisen in die Heimat – Die schönsten Radtouren zwischen Wupper, Sieg und Erft“, erschienen beim JP Bachem-Verlag.

 

Weitere Ausflugstipps in die Region-  zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder dem Schiff - finden Sie in unserer Buchreihe „Reisen in die Heimat“, ebenfalls erschienen beim J.P. Bachem Verlag.

 

Weitere Informationen zu den Regionale 2010-Projekten finden Sie unter folgenden Links:

Regionale 2010 - RadRegionRheinland

Homepage RadRegionRheinland

 

Weitere interessante Links:

J.P. Bachem Verlag

 

 

Bilder: Norbert Schmidt

 

 

 

Einweihung der Wanderroute Wasserquintett

Bild: Volker Barthel, Wipperfürth

Stück für Stück werden Bausteine aus der "Gesamtperspektive Wasserquintett" umgesetzt - Stück für Stück wird die Region attraktiver für auswärtige Besucher, Tagesgäste und Touristen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist der Wanderweg.

 

Der Feier zur Einweihung wohnten Vertreter/innen der am Wasserquintett beteiligten Kommunen, der Wandergastronomie, des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV), der Regionale 2010 Agentur sowie interessierte Bürger/innen bei. Heribert Berster, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Wipperführth, begrüßte die Anwesenden und wies auf die Bedeutung des Wanderweges für die Region hin. Frau Viviane Stölting (Stadt Wipperfürth) sowie Herr Gerd Lingenberg (Bergische Wandergastronomie) ergänzten Details zum Wanderweg.

 

Der Weg ist bereits komplett ausgeschildert und kann ab sofort erwandert werden. Es gibt einen Informationsflyer, der bei den beteiligten Gastronomen sowie den Tourismusinformationen der Kommunen ausliegt und der im Internet unter www.bergische-wandergastronomie.de abrufbar ist.

 

Weitere Informationen hier und unter www.bergische-wandergastronomie.de

 

Bild: Volker Barthel, Wipperfürth      

 

 

Wasserquintett bei der ADFC-Radreisemesse in Bonn

Bild: Volker Barthel, Wipperfürth

Die Projektpartner des Wasserquintett haben sich gemeinsam mit der RadRegionRheinland und der Naturarena Bergisches Land auf der Radreisemesse des ADFC in Bonn präsentiert.

 

Diese Messe läutet alljährlich die Radsaison ein und erfreute sich mit ca. 4.500 Besuchern auch 2011 eines großen Zulaufs interessierter Radfahrer.

 

Viele dieser Besucher interessierten sich auch für einen Tagesausflug in das Oberbergische Land. "Lockvogel" ist vor allem der Bahntrassenweg.

 

Bild: Volker Barthel, Wipperfürth

 

 

Vorweihnachtlicher Fördersegen geht weiter!

Das Wasserquintett kann sich in dieser Woche über einen weiteren Zuwendungsbescheid aus dem Hause der Bezirksregierung freuen: Im Rahmen der Förderung von Projekten zur Aufwertung des Kulturlandschaftsraums wird ein System zur informativen Beschilderung des Raums gefördert.

Das Beschilderungssystem soll über die Besonderheiten der Kulturlandschaft, historische Zusammenhänge sowie über Besonderheiten in Flora und Fauna und der Gewässer (vor allem der Wipper/Wupper und ihrer Zuläufe) informieren. Die Beschilderung erfolgt wegebegleitend. Ziel ist, dem Benutzer den Raum, in dem er sich bewegt, mit seinen kulturlandschaftlichen und kulturhistorischen Besonderheiten näher zu bringen, ihn als Erlebnisraum sinnlich erfahrbar zu machen.

Den Schwerpunkt der Beschilderung bildet der Wasserquintett Bahntrassenweg (derzeit in der Umsetzung). Er dient als verbindendes Element und führt als Rückgrat durch den Raum und leitet die Besucher. Eine Ergänzung wird in Radevormwald installiert.

Mit der Umsetzung soll noch in diesem Winter begonnen werden, zunächst stehen konzeptionelle Aufgaben auf der Tagesordnung wie Definition der genauen Standorte für die einzelnen Schilder sowie die Erarbeitung der Informationstexte.

Die Fördersumme liegt bei 119.327 Euro, der Eigenanteil der Projektpartner im Wasserquintett bei 15.130 Euro. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben liegen bei 134.457 Euro.

 

 

Zuwendungsbescheid Ohler Wiesen überbracht

Regierungspräsidentin Gisela Walsken übergibt dem Bürgermeister der Stadt Wipperfürth den Zuwendungsbescheid für den 2. Bauabschnitt Ohler Wiesen

 

Am 14. Dezember machte sich die Regierungspräsidentin auf zu einem Besuch in das winterlich verschneite Bergischen Land, um kurz vor Weihnachten eine besonders frohe Botschaft zu überbringen: Einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 1 Mio. € für eine Weiterführung der Maßnahmen in den Ohler Wiesen in Wipperfürth (bei einer Summe von zuwendungsfähigen Gesamtausgaben in Höhe von 1.428.571 €; von der verbleibenden Summe übernimmt die Hans-Hermann-Voss-Stiftung 200.000 €).

Mit Hilfe der aktuell bewilligten Gelder soll die „Basisstation Wasserquintett“ errichtet werden. Diese hat für den gesamten Projektraum große Bedeutung: Sie nimmt Besucher in Empfang, die sich mit einer Ausstellung über die Region informieren können, bevor sie diese dann erleben: Die Basisstation wird Ausgangspunkt für Radtouren, Wandertouren, für Gruppen, die Inline-Skate fahren wollen und auch für kleinere Gruppen, die sich mit der Talsperrenlandschaft auseinandersetzen wollen.

Durch die Verknüpfung mit dem örtlichen Ehrenamt und der Beteiligung einer Stiftung ist es gelungen, dieses Projekt auch an der Schnittstelle zum Vereins- und Schulsport der Stadt Wipperfürth zu etablieren.

 

Begrüßt wurde die Regierungspräsidentin im Rathaus von Bürgermeister Michael von Rekowski sowie Vertretern von Politik und Presse und Projektbeteiligten.

 

Bilder: Stadt Wipperfürth

 

 

 

 

Biologische Station Oberberg und Wasserquintett – erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Erlebnis.NRW“

WupperVielfalt - Naturerlebnis im oberen Tal der Wupper –-- das ist der spannende Erlebnisweg, der auf bestehenden Wander- und Radwegen interaktiv die wertvollen FFH-Gebiete, FFH-Arten und die lebensraumverbessernden Naturschutzmaßnahmen entlang der Wupper zur Attraktion werden lässt.

 

Mit diesem Programm haben sich die Biologische Station Oberberg und das Wasserquintett erfolgreich an dem Wettbewerb um EU-Mittel aus dem Bereich "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007-2013" (EFRE) beworben.

 

137 Wettbewerbsbeiträge konkurrierten um eine Prämierung durch die Fachjurys – 56 Projekte konnten sich schließlich durchsetzen. Diesen stehen insgesamt 43 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Bewerben konnten sich Projekte aus dem klassischen Tourismusbereich sowie Naturerlebnisprojekte, die das europäische Naturerbe Natura 2000 erschließen.

 

Ziel des Projekts „WupperVielfalt“ ist, den Verlauf der oberen Wipper/Wupper mit seinen artenreichen Gebieten aufzuwerten und mithilfe eines interaktiven Erlebnisweges für neue touristische Zielgruppen („Aktive Best Ager“, Familien und Erwachsene Paare) zu erschließen.

Mit seinen geplanten 25 interaktiven Erlebnisstationen, die zum Teil multimedial aufbereitete Formate unmittelbar vor Ort präsentieren, wird dieser Erlebnisweg ein breites und spannendes Angebot bieten, um die Besonderheiten der geschützten Flusslandschaft mit ihrer Artenvielfalt auf sanfte Weise unmittelbar zu erkunden. Mit Maßnahmen zur Aufwertung und Optimierung der Wupperauen werden zusätzlich einzelne Lebensräume in der sich touristisch stark entwickelnden Region „Bergisches Land“ verbessert. Der Ausgleich zwischen den Interessen des Naturschutzes und der touristischen Erschließung von Naturerlebnissen steht dabei im Mittelpunkt.

 

Die Ausarbeitung des Antrags erfolgte unterstützend durch den Verein Region Köln/Bonn e.V.

Nun muss innerhalb der nächsten vier Monate bei der Bezirksregierung Köln ein entsprechender Förderantrag gestellt werden, um tatsächlich die Mittel zu erhalten.

 

Projektlaufzeit: 2011 – 2013; beantragte Förderung: 676.500 Euro

 

Kooperationspartner:

Oberbergischer Kreis; Gemeinde Marienheide; Stadt Hückeswagen; Stadt Wipperfürth; Naturarena Bergisches Land; Naturpark Bergisches Land; Wupperverband

Weitere Partner: Stadt Radevormwald; Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Oberberg